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11 Ex-Prinzen tanzen seit zwei Mal 11 Jahren (Bericht 2007)

Ober-Roden (lö) Seit zwei Mal elf Jahren bringt die Turngemeinde Kampagne für Kampagne elf Ex-Prinzen auf die Bühne. Auch bei der Fremdensitzung heute Abend wird die Riege gestandener Männer wieder tanzen  kein Ulk-Ballett im kurzen Tutu, sondern (fast) im Gleichschritt und in schmucker Uniform, die samt Stiefel und Dreispitz knapp einen Tausender kostet. Das ist eine solche Honoratioren-Truppe ihrem Ruf ja schuldig. Horst Ziegler langjähriger Chef-Karnevalist der TG, hatte die Idee 1985 aus Hennef/Rheinland mitgebracht. Dort gab es eine vereinsübergreifende Stadtgarde mit elf Gewerbetreibenden vom Apotheker bis zum Sanitärmeister. Ähnliches schwebte Ziegler auch für Ober-Roden vor, doch der Stadt waren die Uniformen einer Stadtgarde zu teuer. So wurde die Prinzliche Hofgarde daraus. Heute ist Peter Müller ihr Motor. Der demnächst 60-Jährige koordiniert die Auftritte, sorgt dafür, dass immer elf ehemalige Prinzen greifbar sind, und hält die Garde mit Feten und Ausflügen auch zwischen Aschermittwoch und dem 11.11. zusammen. Engelbert Burkhard, Hans-Georg, Kunz, Helmut Beck, Bernd Gillessen, Herbert Pradel, Detlef Söhnchen, Peter Walz, Heinz Kiehl sen., Klaus Gemmerich, Bernd Schwarzkopf und er waren die Gardisten der ersten Stunde, die unter dem Motto ,,Disziplin, Humor, Geselligkeit" tanzten.

In ihren ersten 14 Jahre wurde die Prinzliche Hofgarde von Pia und Sabine Braun trainiert, dann traten Tatjana Jamin und Dagmar Heilscher die Nachfolge an. Janine Wade steht als neue Co-Trainerin schon in den Startlöchern. Trainiert wird ab Herbst jeden Montag, doch dabei ist die Garde selten vollzählig.

„Viele Tänzer sind beruflich stark eingespannt.“, erzählt Peter Müller Ex-Prinz Dieter Müller beispielsweise arbeitet im badischen Gaggenau. Bernd Gillesen ist Chef der Kaufhof Sportpaläste und deshalb in ganz Deutschland unterwegs.

Auf Peter Müllers Initiative hin engagierte sich die Garde auch sozial. 2001 entwarf Theo Koser erstmals einen Anstecker der währen der Kampagne verkauft wurde. Die Caritas Sozialstation kam so zweimal in den Genuss einer Spende. 2005 gingen 1.200 Euro an die Indien-Hilfe von Ober-Rodens Pfarrer Elmar Jung. Dieses Jahr wollen die Ex-Prinzen für das „Haus Morija“ spenden. Die Anstecker kosten vier Euro, Müller hofft auf einen Erlös zwischen 500 und 800 Euro. Verkauft werden sie bei den Fastnachtsveranstaltungen der Turngemeinde, dem Rathaussturm und beim Urberacher Rosenmontagsumzug. Und sollte es tatsächlich Verweigerer des närrischen Treibens geben, die mit dem Mini-Orden Guten tun wollen, bekommen sie ihn in der Bäckerei Köhlr in der Neckarstrasse und im Modeshop Brigitte im Hallhüttenweg. Der Ruf der Truppe ist in der Turngemeinde überings so gut, dass mancher nur deswegen Prinz wird, damit er Ex-Prinz wird. „Thomas Keller wurde nur deshalb Prinz weil er bei der Garde mitmachen wollte.“, erzählte Peter Müller schmunzelnd.

TG08 Ober-Roden - Karnevalsabteilung | kalli.weber@tg08-karneval.de